Wir fordern das Recht auf einen Platz im Frauenhaus. Für jede Frau.

Beenden Sie mit uns häusliche Gewalt.
Unsere Forderungen an die Bundesregierung :

  1. Das Recht von Frauen und Kindern auf Schutz vor Gewalt, somit auch auf einen Platz im Frauenhaus, in einem Bundesgesetz zu verankern.
  2. Eine langfristige bundesweite Finanzierung, um die dringend benötigten fehlenden Plätze in Frauenhäusern zu schaffen.
  3. Männer zum Teil der Lösung machen: gezielte Präventions- und Bewusstseinsarbeit für Männer, um Gewalt gegen Frauen zu stoppen.

Jetzt Petition unterschreiben

Hier geht es zur Langfassung.
Datenschutz*
Mit Ihrer E-Mailadresse und Telefonnummer bleiben Sie über den Stand der aktuellen Petition auf dem Laufenden. Sie können sich jederzeit über info@unwomen.de abmelden.

Warum unterschreiben?

Jeden Tag versucht ein Mann seine Partnerin zu töten. In Deutschland! Obwohl mit der „Istanbul Konvention“ im Oktober 2017 ein rechtlich bindendes Instrument zum Schutz von Frauen vor Gewalt ratifiziert wurde, steigt die Gewalt gegen Frauen weiter an. Insgesamt fehlen mehrere tausend Plätze in Frauenhäusern. Für schutzbedürftige Frauen und ihre Kinder bedeutet das Lebensgefahr. Ein Zustand, der für uns nicht länger hinnehmbar ist. Deshalb fordern wir ein nationales Bundesgesetz, mit dem wir Frauen und Kindern einen Anspruch auf einen Platz im Frauenhaus sichern. Für jede Frau.

>1.000

Mehrere tausend Plätze fehlen in deutschen Frauenhäusern

364

Frauen wurden Opfer von versuchtem Mord und Totschlag durch ihren (Ex-)Partner, also pro Tag eine Frau

141

Frauen starben 2017 durch Partnerschaftsgewalt

113.965

Frauen wurden Opfer von Partnerschaftsgewalt in 2017

7

Frauen täglich werden von ihrem Partner vergewaltigt oder sexuell genötigt

32

Männer starben 2017 durch Partnerschaftsgewalt

Sie brauchen Hilfe? - Das Hilfetelefon 

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung werden Betroffene aller Nationalitäten unterstützt, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten.

So setzt sich UN Women weltweit gegen Gewalt an Frauen ein

UN Women arbeitet mit Regierungen und Organisationen weltweit zusammen, um Gewalt gegen Frauen zu beenden.

  • Wir verbessern den Zugang zu Hilfeleistungen, gesundheitlicher Betreuung und schaffen Schutzräume für Betroffene sexualisierter Gewalt
  • Wir schaffen diskriminierende Gesetze ab (z.B. „Heirate deinen Vergewaltiger-Gesetze“)
  • Wir machen Städte und öffentliche Räume für Frauen sicherer 
  • Wir klären Frauen über ihre Recht auf und leisten Präventionsarbeit, die Männer miteinbezieht
  • Wir finanzieren durch den UN Trust Fund zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen Projekte gegen Gewalt in mehr als 70 Ländern
  • Wir machen öffentlich auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam - über Kampagnen wie zum Beispiel den Orange Day an jedem 25. des Monats

Mehr Informationen finden Sie auf unserem Fact Sheet zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und auf unserer Website.

AVON gegen häusliche Gewalt

AVON liegt als „The Company for Women“ das Wohl von Frauen am Herzen und hat deshalb die Prävention von häuslicher Gewalt als einen Schwerpunkt im Rahmen des eigenen sozialen Engagements definiert. Seit 2004 ist AVON im Rahmen der Kampagne „Speak Out Against Domestic Violence“ gegen häusliche Gewalt aktiv. Durch den Verkauf von Charity-Produkten aus der Kollektion SOLIDARITÄT sammelt das Unternehmen Spenden und unterstützt damit Aktionen, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Sehr geehrte Bundesregierung,

sehr geehrte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey,

für viele Frauen ist ihr Zuhause kein sicherer Ort. Jeden Tag werden in Deutschland etwa sieben Frauen von ihrem Partner vergewaltigt oder sexuell genötigt. Jeden dritten Tag wird eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet oder ermordet. Noch viele mehr leiden unter Gewalt in ihrer Beziehung, mindestens 140 000 Frauen im Jahr 2017. Die Tendenz ist in den letzten Jahren steigend, die Dunkelziffer weit höher, denn nur etwa 20% aller Betroffenen suchen Hilfe.

Obwohl die deutsche Bundesregierung mit der Istanbul Konvention im Oktober 2017 ein rechtlich bindendes Instrument gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ratifiziert hat, sind diese Zahlen die schockierende Realität in Deutschland. Die Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz von Frauen und ihren Kindern reichen noch lange nicht aus.

Besonders großer Nachholbedarf besteht bei lebensrettenden Schutzräumen und Hilfsangeboten für betroffene Frauen und deren Kinder. Viele Frauenhäuser sind überfüllt, in Deutschland fehlen nach verschiedenen Schätzungen mehrere tausend Plätze. Zudem gibt es keine klaren gesetzlichen Vorgaben zu Finanzierung und Arbeit der Frauenhäuser, eine Aufnahme ist oft an finanzielle Hürden geknüpft. Dieser Zustand ist unhaltbar, wenn Zurückweisung Lebensgefahr bedeutet.

Außerdem fehlt es an Maßnahmen zu Prävention, die das Problem an der Wurzel anpacken und ein Umdenken anstoßen. Solange das Bild des Mannes, der als Familienoberhaupt zuhause seinen Willen notfalls auch mit Gewalt durchsetzen darf, in vielen Köpfen festsitzt, werden Frauen zur Zielscheibe von Wut, Aggression, Eifersucht und Gewalt. Ein gleichberechtigtes Zusammenleben können wir nur gemeinsam erreichen, Männer müssen Teil der Lösung sein.

Zur Umsetzung der Istanbul Konvention fordern wir konkrete Maßnahmen:

-       Ein verbindliches Bundesgesetz, das jeder Frau ein Recht auf Schutz und auf einen Frauenhausplatz gibt.

-       Die flächendeckende Schaffung, langfristige Finanzierung und niedrigschwellige Bereitstellung von Schutzräumen

-       Die Einrichtung und der Ausbau von Programmen zur Prävention von häuslicher Gewalt, die Männer und Frauen gleichermaßen miteinbeziehen

Die „Istanbul Konvention“ und das im Grundgesetz verankerte Recht auf körperliche Unversehrtheit verpflichten den deutschen Staat zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, dieser Verpflichtung nachzukommen und mit aktiver Gleichstellungspolitik geschlechtsspezifische Gewalt wirksam zu bekämpfen.